Kirchen und Pfarrämter

Hier finden Sie die Filialkirchen in Inning am Holz übersichtlich zusammengestellt.

Im Jahre 1703 wurde der schöne Barockbau von dem Erdinger Maurermeister Anton Kogler errichtet. Die Kirche hat ein dreiachsiges Langhaus mit eingezogenem, einachsigem Chor und halbrunden Schluß. Der von weitem sichtbare Turm trägt einen Helm mit Zwiebelaufsatz. Er ist dem Langhaus westlich vorgesetzt. Das Vorhaus befindet sich am Südportal. Die Sakristei ist östlich an den Chor angebaut und dabei auffallenderweise südöstlich ausgerichtet. Möglicherweise wurde die Langhauswestseite vom mittelalterichen Vorbau übernommen.

Im neuen eisernen Glockenstuhl hängen zwei Glocken. Die kleinere wurde 1952 vom Glockengießer Karl Czudnochowsky aus Erding gefertigt. Die größere Glocke wurde 1984 im Beisein eines großen Teils der Filialgemeinde von Rudolf Perner in Passau gegossen un bei einem schönen Fest von Pfarrer Müller dem Heiligen Georg geweiht.

Man betritt die Kirche über das kleine Vorhaus durch eine stabile, rundbogige Eichenbohlentüre aus der Bauzeit. Im Innenraum wird das Kirchenschiff mit einem Stichkappengewölbe überspannt.Im Altarraum ein hoher und breiter rundbogiger  Chorbogen, auf dem auch die Jahreszahl 1703 angebracht ist. Die beiden Chorseitenfenster mit neubarocken Fenstergemälden (Herz Mariä und Herz Jesu) wurden gestiftet von den Otteringer Bauernseheleuten Taggruber (jetzt Wagner). Der Choraltar ist als zweisäuliges Spätbarock retabel in Holz marmoriert, raumhoch ausgeführt. Das Antipentium aus dem 19.Jahrhundert kastenförmig, Holz marmoriert. Der Tabernakel in Frührokoko, Holz marmoriert mit Volutenpilaster. Das Altarblatt mit dem heiligen Georg beim Drachenstich, stammt wohl aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Bis zur Renovierung der Kirche 1984 war auch ein Seitenaltar auf der südlichen Seite mit einem Altarblatt, auf dem der Heilige Johann dargestellt war, vorhanden. Das Chorgestühl wurde bei der Innenrenovierung vom örtlichen Schreinermeister Georg Schalk neu angefertigt. Die ebenfalls baufällige Treppe zur Empore hat der Otteringer Schreiner Paul Prediger neu erstellt.

Als Besonderheit dieser Kirche ist das Grabdenkmal mit vier Wappen aus Rotmarmor für Wolfgang (1480) und Anna Oder (1482 ) zu betrachten. Diese Steinplatte war früher im Kirchenschiff angebracht, jetzt ist sie nördlich vom Chorbogen in der Wand fest eingemauert. Die Gesamtrenovierung der Filialkirche, der Friedhofsmauer und Gräberumlegung fand unter der tatkräftigen und finanziellen Mithilfe der ganzen Filialgemeinde in den Jahre 1984-1987 statt. Im Jahre 2003 konnte das 300 jährige Jubiläumin in einem großen feierlichen Rahmen durchgeführt werden.

Für die evangelischen Bürger der Gemeinde ist die Evangelische Kirchengemeinde Taufkirchen-Dorfen zuständig, welche dem Dekanatsbezirk Freising angehört.

Die überwiegend katholische Bevölkerung Kirchbergs gehört zu den Pfarreien Burgharting und Schröding, welche zusammen mit den umliegenden Pfarreien Hohenpolding, Inning am Holz und Steinkirchen den Pfarrverband Holzland bilden. Dieser ist Teil des Erzbistums München und Freising.